Dell Alienware Aurora im Test: VR-fähiger Gaming-PC ausprobiert

Fertigrechner zum Losdaddeln

Wir haben Alienware Aurora mit dem Dell-Monitor S2716DG getestet.

Gaming am PC gilt für viele als das optimale Spielerlebnis. Mit Top-Hardware laufen viele Spiele flüssig und in bester Grafik. Dafür ist aber ein guter Gaming-PC nötig und wer diesen selbst nicht zusammenbauen möchte, kann alternativ einen Komplett-PC bestellen. In diesem Test lockt euch vielleicht Dells Alienware Aurora (R5) für 2.500 Euro.

Inhaltsverzeichnis

  1. Technische Daten des Alienware Aurora (R5)
  2. Mit genügend Anschlüssen und individualisierbar
  3. Alienware Aurora (R5): Das sind die Anschlüsse
  4. Verarbeitung und Erweiterbarkeit
  5. Systemstart, Lautstärke und Hitze
  6. Leistung bei Spielen und Benchmarks
  7. Alienware Aurora und VR: HTC Vive ausprobiert
  8. Stromverbrauch
  9. Eindrücke zum Monitor Dell S2716DG
  10. Fazit

PC-Gaming verspricht bei vielen Spielen Topgrafik und flüssige Bildraten. Natürlich muss dabei die verbaute Hardware stimmen, allen voran die Grafikkarte. Wer seinen alten PC ausmisten möchte oder sich zum ersten Mal eine zeitgemäße Spielemaschine kaufen möchte, stellt sich die Fragen: Soll es ein selbst gebauter PC sein oder ein Komplettpaket, mit dem ihr gleich loslegen könnt?

Die Antwort liefert ihr in erster Linie euer Budget. In der Regel sollte ein selbst zusammengebauter Rechner mit einzeln gekauften Komponenten preiswerter sein als ein fertiger Gaming-PC. Letzterer kann euch aber ein "Rundum-Sorglos-Paket" bieten. Alle wichtigen Bestandteile sind vorhanden und sollten keine Kompatibilitätsprobleme verursachen. Ihr müsst euch nicht mit dem Zusammenbau beschäftigen und überspringt sämtliche Hindernisse, die euch schon in diesem Vorgang betreffen könnten. Ihr zahlt womöglich mehr Geld für weniger Sorgen.

Dell Alienware Aurora im Test

Technische Daten des Alienware Aurora (R5)

  • Prozessor: Intel i7-6700K (vier Kerne, 8MB Cache, übertaktet auf bis zu 4,2 GHz auf allen Kernen)
  • Arbeitsspeicher: 16 Gigabyte (2 mal 8GB), 2.133 MHz DDR4 Non-ECC
  • Grafikkarte: GeForce GTX 1080 Founders Edition mit 8GB GDDR5X
  • Festplatten: 256 GB PCIe SSD (Boot) und 1TB 7.200 RPM SATA 6GB/s
  • Gehäuse: 850W PSU mit Flüssigkeitskühlung
  • Betriebssystem: Windows 10-HE 64bit

Der Hersteller Dell ist bekannt für den Verkauf von Komplett-PCs und richtet sich mit der Untermarke Alienware auch an Gamer. Eine der besten Konfigurationen überhaupt liegt netzwelt im Test vor: Alienware Aurora (R5). Dieses Modell ist für 2.459 Euro verfügbar. Auf dem Papier ist es ein technisch aktueller Gaming-PC (Stand: Januar 2017) mit vielversprechender Hardware.

Intels i7-Prozessor mit vier Kernen (auf 4,2 Gigahertz übertaktet) werkelt im Gehäuse samt Flüssigkeitskühlung. 16 Gigabyte Arbeitsspeicher gesellen sich dazu, ebenso wie das Prunkstück: die Grafikkarte. Die GeForce GTX 1080 Founders Edition ist eine der besten Grafikkarten Nvidias, die ihr kaufen könnt. Sie kostet einzeln zwischen 500 und 800 Euro. Dieser Rechner sollte die Anforderungen leidenschaftlicher Gamer also erfüllen.

Dell Alienware Aurora

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Mit genügend Anschlüssen und individualisierbar

Auch die Ausstattung in Form der Anschlüsse ist überzeugend. Auf der Frontseite des Gehäuses finden sich vier USB-3.0-Anschlüsse, ausreichend auch für mehrere Spiele-Controller, die ihr schnell anschließen wollt. Auch ein Mikrofon- und ein Kopfhöreranschluss sind vorhanden.

Der vordere Kopfhöreranschluss ist im Test jedoch negativ aufgefallen. Bei verschiedenen Kopfhörern nervte ein hohes Störgeräusch. Stöpseln wir sie auf der hinteren Seite an, läuft alles einwandfrei, aber die wenigsten Kunden werden Kopfhörer hinten am Gerät anschließen. Bei einem Gerät, das knapp 2.500 Euro kostet, sollte solch ein Problem nicht auftreten. Womöglich hat nur dieses Testgerät einen Mangel, Dell ist das Problem nach einer Anfrage nicht bekannt und verweist auf den Kundenservice.

Auf der Rückseite findet ihr viele weitere USB-Anschlüsse, darunter drei USB-3.0-Ports, sechs USB-2.0-Anschlüsse und zwei USB-3.1-Schächte (jeweils Typ A und Typ C). Nur ein HDMI-Port ist gegeben. Weitere Anschlüsse entnehmt ihr der Liste unten.

Alienware Aurora (R5): Das sind die Anschlüsse

Die meisten Anschlüsse sind auf der Rückseite. Es gibt lediglich einen HDMI-Anschluss.
Die meisten Anschlüsse sind auf der Rückseite. Es gibt lediglich einen HDMI-Anschluss. (Quelle: netzwelt)
  • 1 Kopfhörer (Vorderseite)
  • 1 Mikrofon (Vorderseite)
  • 4 USB 3.0-Anschlüsse SuperSpeed (Vorderseite)
  • 1 SPDIF-Digitalausgang (TOSLINK)
  • 1 SPDIF-Digitalausgang (Koaxial)
  • 6 Hi-Speed USB 2.0
  • 1 SuperSpeed 10 Gbit/s USB 3.1 Typ A
  • 1 SuperSpeed 10 Gbit/s USB 3.1 Typ-C
  • 3 x SuperSpeed USB 3.0
  • 1 RJ-45 Killer Networks e2400 Gigabit Ethernet-Port
  • 1 DisplayPort in voller Größe
  • 1 Audioeingang/Mikrofoneingang
  • 1 Surround-Anschluss für vorne links/rechts
  • 1 Surround-Anschluss für seitlich links/rechts
  • 1 Surround-Anschluss für hinten links/rechts
  • 1 Center-/Subwoofer-LFE-Surround-Anschluss

Verarbeitung und Erweiterbarkeit

Die Verarbeitung des Gehäuses ist durchschnittlich, die Plastikteile wirken etwas billig. Das Design fällt weiterhin mit dem typischen Alienware-Logo als Einschaltknopf auf. Im Betrieb leuchten blaue Streifen an den Seiten des Desktops-PCs.

Auf der Rückseite des Gerätes habt ihr Hebel, mit denen ihr die seitliche Abdeckung wie ein Puppenhaus aufklappen könnt. So habt ihr Zugang zum Innenleben und könnt den Rechner noch nachrüsten. So befinden sich weit unten zwei Einschübe für SSDs, eine zweite Grafikkarte würde auch noch passen. Mit einem Schraubenzieher in der Hand sollte auch der Austausch des Netzteils funktionieren. Das Innere wirkt aufgeräumt und vermittelt einen wertigen Eindruck.

Systemstart, Lautstärke und Hitze

Ist der Rechner erst eingeschaltet, benötigt er 14 Sekunden zum Hochfahren. Den flotten Start begünstigt die verbaute SSD. Wer schnell zocken möchte, wird Freude an der schnellen Startzeit haben.

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Im Innern des Rechners wird es selten heiß. Die Temperatur der Prozessorkerne beläuft sich bei 25 bis 27 Grad, auch während des PC Mark 8-Benchmarks. Die GPU erreichte ebenfalls nur Werte von maximal 40 Grad. Bei normalem Betrieb liegt die CPU-Temperatur bei 25 Grad. Wer Battlefield 1 in Ultra-Grafikeinstellung in QHD-Auflösung spielt, bemerkt einen Anstieg auf knapp 30 Grad. Das ist nicht wirklich viel, die GPU wird da schon heißer. Wir haben bis zu 77 Grad gemessen.

Ein permanentes Summen im Betrieb ist stets zu vernehmen. Richtig laut ist es nicht, doch in ruhigen Momenten werden euch die Geräusche des Rechners sicher auffallen, einige wird es stören - vor allem dann, wenn ihr ruhige Filme oder Serien schaut.

Leistung bei Spielen und Benchmarks

Battlefield 1 läuft absolut flüssig auf dem Gaming-PC.
Battlefield 1 läuft absolut flüssig auf dem Gaming-PC. (Quelle: EA)

Im Spieleeinsatz kann der Gaming-PC mit Windows 10 in dieser Konfiguration voll überzeugen. Grafisch anspruchsvolle Spiele wie Battlefield 1 oder Project CARS laufen auf den höchsten Grafikeinstellungen. Beide Titel laufen hochaufgelöst und flüssig mit nahezu 60 Bildern pro Sekunde (Battlefield 1 bei 55 bis 60 Bildern) . Titel wie FIFA 17 zockt ihr ohne Probleme auf den maximalen Grafikeinstellungen.

Auch bei den Benchmark-Tests lässt der Rechner die Hardware spielen. Bei Cinebench R15 erzielt er einen Multiscore in Höhe von 869 Punkten und im OpenGL-Durchlauf 144,4 Bilder pro Sekunde. Bei 3D Mark gibt es 5.031 CPU-Punkte und 6.789 Grafikpunkte nach Beendigung des Benchmarks. Wenn ihr die Werte eures Rechners über PC Mark 8 vergleichen wollt, misst ihr euch mit dem Wert in Höhe von 4.496 (Conventional 3.0 Score) und 5.184 (Home accelerated) Punkten.

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Alienware Aurora und VR: HTC Vive ausprobiert

Dieser Rechner eignet sich auch für den Einsatz in der virtuellen Realität. Wir haben im Test die VR-Brille HTC Vive angeschlossen und ausgiebig ausprobiert. Alle Spiele in der "Virtual Reality" laufen flüssig und die Systemvoraussetzungen der VIVE sind nicht gerade bescheiden.

Lediglich im Zusammenspiel der HTC Vive mit der Capture-Software Bandicam kommt es zu Rucklern. Das ist im Test auch eines der wenigen Szenarien, in denen wir die Grenzen der Hardware-Leistung überschreiten. Viele Spiele in der virtuellen Realität laufen absolut flüssig.

Stromverbrauch

Dell gibt den Stromverbrauch nicht offiziell bekannt. Wir haben beim Alienware Aurora einen Verbrauch von 0,132 Kilowattstunden im Betrieb von Windows 10 gemessen. Läuft ein Spiel wie Battlefield 1 in höchster Grafikeinstellung, bemerken wir einen Verbrauch von 0,255 Kilowattstunden. Im ausgeschalteten Zustand verbrauchte der Rechner bei uns nahezu keinen Strom.

Eindrücke zum Monitor Dell S2716DG

Dell hat netzwelt für den Test auch einen Monitor zur Verfügung gestellt, der nicht zum Lieferumfang von Alienware Aurora gehört. Dells S2716DG bietet QHD-Auflösung (2.560 mal 1.440 Pixel) und ein gutes Bild für Spiele. Nervig ist jedoch die Bedienung der Tasten auf der Unterseite des justierbaren Monitors. Schon der Einschaltknopf ist sehr klein und hat einen schwammigen Druckpunkt - etwas schade für ein Gerät zum Preis von 600 Euro.

Alienware Aurora (R5): Fazit

Flotter Gaming-Rechner für 2.500 Euro 8/10

Würdet ihr euch einen ähnlich leistungsfähigen PC wie Alienware Aurora selbst zusammenbauen, spart ihr Geld. Im Netz gibt es Konfiguratoren, mit denen ihr Rechner vor dem Kauf virtuell zusammenstellt und so die Kosten vorab berechnet. Bei einem schnellen virtuellen Eigenbau kämen wir auf Kosten von 2.000 Euro. Wer sich für Schnäppchen noch mehr Zeit nehmen sollte, spart wahrscheinlich sogar noch mehr als 500 Euro.

Dafür investiert ihr allerdings auch Zeit und Mühe, wenn ihr den PC selbst zusammenbaut. Mit Alienware Aurora bekommt ihr auf einen Schlag einen schnellen Gaming-Rechner mit Windows 10, der von Beginn an funktioniert. Aktuelle Spiele (Stand: Januar 2017) sehen super aus und laufen flüssig. Hier gibt es PC-Gaming ins Haus geliefert, mit Garantie für ein Jahr und Hardware, die für die virtuelle Realität gewappnet ist.

Für den hohen Preis nerven jedoch ein paar kleine Mängel. Wer gerade so das Geld dafür "zusammenkratzt", sollte sich einen Kauf gut überlegen.

Das hat uns gefallen

  • gute Hardware-Ausstattung
  • viele Anschlüsse
  • aktuelle Spiele in Topgrafik und flüssiger Bildrate
  • schnelle Ladezeit beim Hochfahren
  • erfüllt Anforderungen für VR-Brillen
  • aufrüstbar
  • Service für ein Jahr

Das hat uns nicht gefallen

  • kein optisches Laufwerk in der Konfiguration
  • viel "Plastik-Feeling" am Gehäuse
  • vorderer Kopfhörerausgang macht Probleme
  • könnte leiser sein
Testnote 8,0 von 10
Darius Schuiszill NEU
Bewertet von Darius Schuiszill
7,0 / 10
Verarbeitung

Verarbeitung Ist es ein einfaches Plastikgehäuse? Sind alle verbauten Komponenten aufgeräumt integriert?

8,0 / 10
Erweiterbarkeit

Erweiterbarkeit Käufer sollten wissen, ob sie den Komplett-PC noch leicht erweitern könnten.

9,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Die Ausstattung bezieht sich vor allem auf die Auswahl der Anschlüsse.

9,0 / 10
Leistung

Leistung Hier prüfen wir, ob der Komplett-PC hohen Anforderungen bei anspruchsvollen Programmen und Spielen gerecht wird.

Informationen zum Leihgerät

Dell hat netzwelt für begrenzte Zeit ein Testmuster von Alienware Aurora zur Verfügung gestellt. Dazu gab es auch einen Monitor, eine Gaming-Maus und eine Gaming-Tastatur.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

7
Leserwertung

Hier könnt ihr das Produkt Alienware Aurora (R5) selbst bewerten.

Die Leserwertung beträgt 7 von 10 möglichen Punkten bei 43 abgegebenen Stimmen.
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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Gaming, Alienware, Dell, Komplett-PC, PC-Spiel, Peripherie und Alienware Aurora (R5).

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