Huawei MediaPad T3 10 im Test: Ein Markenschnäppchen?

Mit eingebautem LTE-Modem

Huawei MediaPad T3 10 8

Das Android-Tablet Huawei Mediapad T3 10 tritt in einem schicken Alugehäuse samt eingebautem LTE-Modem zum Test an. Online gibt es den 10-Zöller zu Preisen ab 190 Euro. Ob es sich um ein Markenschnäppchen handelt oder ihr besser die Finger von diesem Tablet-PC lasst, klärt der Testbericht.

Inhaltsverzeichnis

  1. Technische Daten Huawei MediaPad T3 10
  2. Design und Verarbeitung
  3. Display
  4. Leistung und Akkulaufzeit
  5. Multimedia
  6. Das ist uns sonst noch aufgefallen
  7. Fazit & Alternativen

Im Vergleich zum kürzlich von uns getesteten Huawei-Tablet MediaPad M3 Lite muss das T3 10 auf einige Ausstattungsdetails verzichten. So bietet das Testgerät etwa keinen Fingerabdruckscanner und auch die Bildschirmauflösung ist niedriger.

Technische Daten Huawei MediaPad T3 10

  • Display: 9,6 Zoll
  • Auflösung: 1.280 x 800 Bildpunkte
  • CPU: Qualcomm Snapdragon 425 (1,4 Gigahertz)
  • RAM: 2 Gigabyte
  • Speicher: 16 Gigabyte
  • Anschlüsse: microUSB, SIM-Kartenschacht / microSD-Kartenschacht
  • Gewicht: 474 Gramm
  • Frontkamera-Auflösung: 2 Megapixel
  • Hauptkamera-Auflösung: 5 Megapixel
  • Betriebssystem: Android 7.0 (Nougat)
  • Drahtlos: WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 4.0, GPS, LTE-Modem (optional)
  • Basis-Preis: 180 Euro
  • Preis des Testgerätes: 229 Euro (UVP)

Design und Verarbeitung

Mit einem Gewicht von 474 Gramm ist das MediaPad T3 10 eine Ecke schwerer, als das Schwestermodell M3 Lite, das 458 Gramm auf die Waage bringt und dabei auch noch den leicht größeren Bildschirm bietet. Das dürfte vor allem am großzügig eingesetzten Werkstoff Aluminium liegen, den der chinesische Hersteller vor allem auf der Rückseite einsetzt. Das kommt der Stabilität zugute.

Denn auch wenn wir versuchen, das Testgerät mit beiden Händen zu verwinden, stemmt es sich tapfer dagegen. Egal wie sehr wir das T3 auch schütteln, es gibt keinen Laut von sich. Ein gutes Zeichen. Überhaupt ist die Verarbeitung des uns zu Verfügung gestellten Rezensionsexemplares gut. Die Materialanmutung ist hoch. Mit Adleraugen entdecken wir ein unregelmäßiges Spaltmaß auf der Rückseite in dem Bereich, in dem die rückseitige Aluabdeckung mit dem restlichen Gehäuse verschmilzt. Besonders tragisch ist dies jedoch nicht.

Display

Keine Adleraugen brauchen wir hingegen beim Blick auf das Display im 16:10-Format. Mit bloßem Auge erkennen wir, dass eine Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten bei einem knapp zehn Zoll großen Bildschirm nicht der Technik letzter Schluss ist. Bei Schrift lässt sich der Treppeneffekt erkennen und der Bildeindruck wirkt teilweise arg verwaschen.

Huawei MediaPad T3 10 in Bildern

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In der Horizontalen kommt es trotz verbautem IPS-Panel zu einem Abfall der Helligkeit, wenn ihr das Tablet schräg haltet. Diese Anzeige, sie könnte überhaupt heller strahlen. Unter freiem Himmel lassen sich Inhalte selbst bei Bewölkung öfters nicht erkennen. Zudem spiegelt der Touchscreen stark - aber dies ist bei 95 Prozent der aktuell am Markt erhältlichen Tablet-Computer auch der Fall. Die Ausleuchtung erfolgt zum Glück gleichmäßig. Störende Lichthöfe sind auch bei großflächig dunklen Inhalten nicht erkennbar.

Leistung und Akkulaufzeit

Schon das kürzlich getestete Huawei MediaPad M3 Lite mit Snapdragon 435-CPU konnte uns in Sachen Leistung nicht vollends überzeugen. Zwar stellten Alltagsaufgaben wie das Surfen im Netz oder das Schreiben einer Mail das Tablet nicht vor unlösbare Herausforderungen. Bei grafikintensiven Spielen wie Asphalt 8 kam es aber zu den unbeliebten Microrucklern, wenngleich das Spiel an sich spielbar blieb.

Mit eher gedämpften Erwartungen betrachten wir nun die Leistungsreserven des aktuellen Testgerätes, das mit zwei statt drei Gigabyte RAM und einem prinzipiell schwächeren Snapdragon 425 auskommen muss. Und auch die verbaute Grafikeinheit ist nicht die stärkste, was beim Blick auf das Preisschild jedoch weniger verwundert.

Der direkte Leistungsvergleich zwischen dem teureren und besser ausgestatteten Huawei MediaPad M3 Lite und dem MediaPad T3 10 fällt subjektiv überraschend gering aus. Auch das Testgerät stemmt Alltagsaufgaben locker, kommt aber bei Spielen an seine Leistungsgrenzen. Bereits in der Anfangssequenz von Asphalt 8 kommt es zu Rucklern.

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Dicht beieinander liegen die beiden Android-Tablets auch in der Benchmarkwertung von Geekbench 4. Hier schneidet das aktuelle Testgerät mit 669 (Single-Core) beziehungsweise 1.887 Punkten (Multi-Core) ab. Das MediaPad M3 Lite absolvierte den gleichen Test mit 660 beziehungsweise 2.589 Punkten ab.

Bei einem typischen Nutzungsszenario (Surfen, E-Mail, Video und Textverarbeitung im Mischbetrieb, Bildschirmhelligkeit auf 90 Prozent) gingen bei uns im Test im Schnitt nach knapp acht Stunden die Lichter aus und das Huawei-Tablet verlangte nach einer Steckdose. Das Aufladen dauert ähnlich lange, wie beim M3 Lite.

Multimedia

Jetzt wird es düster - den an der unteren Tabletflanke verbauten Mono-Lautsprecher hätten sich die Entwickler glatt sparen können. Er tönt leise, übersteuernd und alles andere als wohlwollend. Für mehr als die Ausgabe von Systemtönen bei kritischem Akkustand taugt er nicht. Besser, ihr schließt direkt vernünftige Kopfhörer an das Tablet an.

Ähnlich düster geht es bei den verbauten Kameras weiter. Kommt es doch bereits bei Aufnahmen mit der rückseitigen Hauptkamera zu heftigem Bildrauschen. Auch die Aufnahmequalitäten der Frontkamera lassen sich bestenfalls in der Kategorie "Verlegenheitslösung" einsortieren. Ihr benötigt einen hell erleuchteten Raum, um halbwegs brauchbare Ergebnisse zu erzielen.

Das ist uns sonst noch aufgefallen

  • Bei leerem Akku dauert es teilweise über fünf Stunden, bis das Tablet wieder vollständig aufgeladen ist.
  • Über das installierte Android 7.0 (Nougat) stülpt Huawei die so genannte Emotion UI. Sie ist hauptsächlich optischer Natur, bringt aber unserer Meinung nach auch einige Verbesserungen in der Bedienung mit sich.
  • Unter Last erwärmt sich die rechte Gehäusehälfte merklich.

Huawei MediaPad T3 10: Fazit

Besser zum M3 Lite greifen 6.2/10

Der preisliche Unterschied zum unserer Meinung nach deutlich besseren MediaPad M3 Lite fällt zu gering aus, als das wir das T3 10 empfehlen könnten. Dabei hätte das Huawei MediaPad T3 10 ein Riesenhit werden können. Zum Beispiel dann, wenn der Hersteller bei gleichem Preis eine bessere CPU und eine bessere Grafikeinheit eingebaut hätte. Oder aber, wenn der (Online)-Preis 50 Euro niedriger liegen würde.

Das hat uns gefallen

  • Verarbeitung
  • LTE-Modem
  • Speicher erweiterbar

Das hat uns nicht gefallen

  • Leistung bei Spielen
  • Lange Ladezeit des Akkus
  • Lautsprecher
  • Kameras
Testnote 6,2 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
8,0 / 10
Design
6,0 / 10
Display
6,0 / 10
Leistung
6,0 / 10
Ausstattung
5,0 / 10
Multimedia
Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde uns leihweise von Huawei Deutschland zu Verfügung gestellt und wird nach Testende wieder an den Hersteller zurückgeschickt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

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8
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