LG G7 Fit im Kurztest: Lite-Variante des G7 ThinQ ausprobiert

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von Alexander Kant
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Das neue LG G7 Fit.

Aktuelle Top-Smartphones kosten knapp 1.000 Euro. Dies ist vielen Nutzern zu teuer. Ein Mittelklasse-Gerät für 400 Euro bietet zwar eine solide Leistung aber häufig keine Premium-Features. Diese Lücke zwischen einem Mittelklasse-Handy und einem Gerät der Oberklasse möchte LG mit dem G7 Fit nun ausfüllen. Gelingt dies? Ein Kurztest.

Inhaltsverzeichnis

  1. Design
  2. Hardware
  3. Funktionen
  4. Preis und Verfügbarkeit
  5. netzwelt meint

Top-Smartphones haben zu viele Funktionen, die ihr eh nicht nutzt und ein aktuelles Mittelklasse-Smartphone bietet euch wiederum zu wenige? Das von LG auf der IFA 2018 vorgestellte G7 Fit soll eben dieses Dilemma lösen. Denn laut LG soll das Modell eine Balance zwischen Oberklasse und Mittelklasse bilden. Ob dies stimmt, könnt ihr nachfolgend lesen.

Design

Als Grundlage für das Modell dient das LG G7 ThinQ mit seinem Design und seinen Funktionen. Es ist dementsprechend auch nicht verwunderlich, dass wir hier auf ein 6,1 Zoll großes Display mit Notch schauen und auch die Abmessungen der beiden Geräte mit 153,2 x 71,9 x 7,9 Millimetern identisch sind.

Das neue LG G7 Fit.

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Doch so wertig wie das G7 ThinQ wirkt das G7 Fit nicht. Der glitzernde Glasrücken fühlt sich eher nach Plastik an und sammelt schnell Fingerabdrücke und Staub. Schade, das "Premium-Gefühl" vom G7 ThinQ vermissen wir. In einer Sache reichen sich beide Geräte jedoch die Hand: sie sind rutschig. Daher ist es gut, dass sie gemäß dem Militärstandard MIL-STD 810G stoßsicher und nach IP68 wasser- und staubgeschützt sind. Vielleicht hält das G7 Fit dadurch den ein oder anderen Sturz stand, ausprobieren konnten wir dies auf der IFA nicht.

Auf der Rückseite finden sich eine Kamera mit 16 Megapixeln (MP) und ein Fingerabdruckscanner. Letzterer sitzt dort mittig unterhalb der Kamera im oberen Drittel des Gerätes. An derselben Stelle hat der Hersteller den Sensor auch bei den Schwestermodellen LG G7 ThinQ und G7 One platziert. Vorne findet ihr eine Selfiekamera mit 8 MP. Der Unterschied zum ThinQ: Es besitzt eine Dual-Kamera und kann außerdem 4K-Videos mit bis zu 60 Bilder pro Sekunde (FPS) aufnehmen. Die Kamera des Fit schafft nur 30 FPS.

Hardware

Ausgestattet ist das G7 Fit mit vier Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und einem 32 GB großen Speicher. Dieser lässt sich zwar durch eine microSD-Karte mit bis zu zwei Terabyte nach rüsten. Wir finden jedoch, dass dies zu wenig Speicherplatz ist, schließlich bieten bereits 250- Euro-Smartphones wie das Moto G6 einen 64 GB großen Gerätespeicher. Immerhin gibt es mit dem G7 Fit Plus eine 64-GB-Version des Geräts, ob sie auch in Deutschland erscheint, bleibt abzuwarten.

Angetrieben wird das Smartphone durch einen Qualcomm Snapdragon 821 und einen 3.000 Milliamperestunde großen Akku, der durch Quick Charge 3.0 über einen USB 3.1 Typ-C-Anschluss schnell aufgeladen wird. Beim Prozessor seht ihr, wo bei diesem Modell Abstriche gemacht werden müssen. Die Leistung eines ThinQ dürft ihr vom G7 Fit nicht erwarten. Der Prozessor werkelt eher auf dem Niveau des LG G6.

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Das Display ist dagegen ein echtes Highlight. Dieses löst nämlich in QHD+ auf und unterstützt außerdem Dolby Vision und HDR10. Noch dazu kann es bei Bedarf eine Helligkeit von 1.000 Nit erreichen. Ein klarer Vorteil bei direkter Sonneneinstrahlung.

Weiterhin sind NFC, WLAN, Bluetooth 4.2 und ein FM-Radio mit an Bord. Das Radio finden wir ganz schick, doch beim Bluetooth müssen wir wieder Abstriche machen, denn das G7 ThinQ hat schon Bluetooth 5.0. Das G7 Fit läuft außerdem mit Android 8.1. Hier hätten wir Android 9.0 erwartet.

Funktionen

Audio-Features hat das LG G7 Fit massig an Bord. Freuen dürft ihr euch auf eine Kopfhörerbuchse, die Hi-Fi-Audio mit QuadDAC und DTS:X Surround Sound unterstützt und den Boombox-Lautsprecher, welcher bereits aus dem ThinQ bekannt ist. Im Kurztest wusste der Klang des Smartphones zu überzeugen.

Mit an Bord ist in der Kamera-Software auch die "AI CAM"-Funktion aus dem ThinQ, mit der zum Beispiel Szenen erkannt werden. Die Software wählt dann die passenden Einstellungen aus. Wie sich diese Funktion schlägt, muss jedoch erst ein ausführlicher Praxistest zeigen.

Preis und Verfügbarkeit

Hatte LG das G7 Fit auf der IFA 2018 nur für das vierte Quartal 2018 in der Farbe Aurora Schwarz angekündigt, wurde nun auch ein Preis genannt. Die unverbindliche Preisempfehlung ist 399 Euro und das Smartphone soll im Laufe des Novembers auf den deutschen Markt kommen. Onlinehändler haben das Smartphone jedoch noch nicht gelistet.

netzwelt meint

Das LG G7 Fit ist ein abgespecktes ThinQ für den Nutzer, der nicht alles braucht, aber trotzdem ein paar Flaggschiff-Features möchte. Angesichts des ausgerufenen Preises ist allerdings fraglich, ob das Gerät am Markt erfolgreich ist. Aktuell (Stand 7. November 2018) gibt es das besser ausgestattete Top-Modell LG G7 ThinQ nämlich bereits ab 423 Euro zu kaufen. Im Zweifel werden Nutzer vermutlich eher zur Premium-Ausführung greifen.

LG G7 Fit
LG G7 Fit Alternativen

Zur besseren Einordnung und zum Vergleich haben wir die folgenden Alternativen zu LG G7 Fit hinterlegt.

6
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Bestenlisten

LG G7 Fit wurde in folgende Smartphone-Bestenlisten einsortiert.

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