Handytarif-Ratgeber: Darauf müsst ihr bei der Tarifwahl achten

So findet ihr den richtigen Mobilfunkvertrag

Jan Kluczniok - Profilbild
von Jan Kluczniok
Teilen

Wer einen Mobilfunktarif für sein Smartphone nutzt, sollte bei der Auswahl einiges beachten. Das fängt bei der Wahl des Netzes an, hört aber dort noch lange nicht auf. Netzwelt hat für euch aktuelle Handytarife verglichen und hilft euch dabei den passenden Tarif für euch zu finden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Netzqualität: D1-, D2 oder E-Netz?
  2. Laufzeit: Besser monatlich kündbar
  3. Datenvolumen: Je mehr, umso besser
  4. Service: Multi-SIM oder WiFi Calling gibt es nicht beim Discounter
  5. Sparpotential ausschöpfen: Partnerverträge und Vergünstigungen
  6. Versteckte Kostenfallen: Datenautomatik und Roaming
  7. Mobilfunktarife im Vergleich

Der günstigste Mobilfunktarif nutzt euch nichts, wenn ihr damit nirgends Empfang habt. Dieses ist vor allem von der Netzqualität eures Anbieters abhängig. In Deutschland gibt es aktuell drei Mobilfunknetze. Das D1-Netz wird von der Deutschen Telekom betrieben, das D2-Netz von Vodafone und das E-Netz von O2. Zum O2-Netz zählt mittlerweile auch das Netz von E-Plus. O2 hatte 2014 E-Plus übernommen und arbeitet seit dem an der Zusammenlegung der zuvor getrennten Netze.

Netzqualität: D1-, D2 oder E-Netz?

"Nur drei Netze? Aber es gibt doch viel mehr Anbieter!", werden einige von euch nun womöglich einwenden. Nun das ist richtig. Doch Anbieter wie AldiTalk, PennyMobile, Fonic oder GMX besitzen kein eigenes Mobilfunknetz, sondern nutzen das Netz eines der drei großen Anbieter. Dazu buchen sie sich im Netz entsprechende Kapazitäten. Welcher Anbieter nutzt welches Netz? Das könnt ihr der folgenden Tabelle entnehmen.

Telekom (D1) Vodafone (D2) O2
congstar ProSieben NettoKom
Penny Mobile Lidl Connect Fonic
GMX (abhängig vom Tarif) Blau
Web.de (abhängig vom Tarif) DiscoTel
Otelo Base
Fyve Ay Yildiz
Maxxim (abhängig vom Tarif) Tchibo
Simply
Maxxim (abhängig vom Tarif)
AldiTalk
Netzclub
GMX (abhängig vom Tarif)
Web.de (abhängig vom Tarif)
WhatsAppSim

Welches Netz ist nun das Beste? In der öffentlichen Wahrnehmung gilt das Netz der Deutschen Telekom als bestes Netz. Der Vorsprung auf Vodafone ist aber in den vergangenen Jahren geschmolzen, auch O2 hat aufgeholt. Das Netz des Anbieters hat aber vor allem in ländlichen Gegenden noch Schwachstellen. Solltet ihr also in der Stadt wohnen, ist das verwendete Netz bei der Wahl des Mobilfunktarifs eigentlich relativ egal, auf dem Land raten wir euch aber zu einem Mobilfunktarif im D-Netz.

In unserem Störungsmelder könnt ihr euch über die Qualität diverser Mobilfunkanbieter informieren. Hier seht ihr, wie oft ein Anbieter in den vergangenen fünf Monaten mit Störungen zu kämpfen hatte. Außerdem erhaltet ihr an Hand von Nutzer-Kommentaren einen Eindruck von der Service-Qualität des Anbieters.

Laufzeit: Besser monatlich kündbar

Ihr solltet bei der Wahl eures Mobilfunktarifs auch auf die Laufzeit achten. In der Regel versuchen euch Anbieter über 24 Monate (also zwei Jahre) an sich zu binden. Einige Anbieter zum Beispiel O2 oder congstar bieten aber auch monatlich kündbare Handytarife an. Hierfür wird in der Regel ein kleiner Aufpreis fällig. Dennoch kann sich der Abschluss eines solchen Vertrages lohnen. Zum einen könnt ihr so schauen, ob der gewählte Tarif wirklich zu eurem Nutzungsverhalten passt, zum anderen seid ihr flexibel. Gerade Handytarife ändern sich häufig schnell, sodass ihr mitunter zwei Jahre lang viel zu viel für die gebotene Leistung bezahlt. Alternativ könnt ihr auch über die Nutzung eines Prepaid-Handytarifs nachdenken.

Datenvolumen: Je mehr, umso besser

Der Datenverkehr im mobilen Internet nimmt stetig zu, dementsprechend solltet ihr auf ausreichendes Datenvolumen achten. Ein Gigabyte ist hier die unterste Grenze. Einige Anbieter haben auch spezielle Optionen im Programm, mit denen ihr euer Datenvolumen erweitern könnt. So bietet die Telekom mit StreamOn in einigen Tarifen eine Option, mit der der von Netflix und anderen Partnern verursachte Datentransfer nicht auf euer Datenvolumen angerechnet wird. Vodafone führt mit dem Vodafone Pass zum 26. Oktober eine ähnliche aber deutlich flexiblere Option ein.

O2 bietet mit Free ebenfalls einen interessanten Tarifbestandteil. Bei O2 Free wird nach Verbrauch eures Datenvolumens die Surfgeschwindigkeit nicht wie bei anderen Anbietern auf wenige Kilobit pro Sekunde im Up- und Download reduziert, stattdessen surft ihr weiter mit einem Megabit pro Sekunde. Das reicht sogar noch um Netflix und Co zu nutzen. Bei allen Anbietern könnt ihr gegebenenfalls gegen eine Einmalzahlung auch verbrauchtes Datenvolumen zurücksetzen.

Service: Multi-SIM oder WiFi Calling gibt es nicht beim Discounter

Warum einen teuren Mobilfunktarif bei der Telekom, O2 oder Vodafone abschließen, wenn Penny günstigere Tarife im selben Netz bietet? Das ist natürlich eine berechtigte Frage. Ihr solltet bei der Tarifwahl aber nicht nur auf Preis und Netz achten, sondern auch den Aspekt "Service" nicht vernachlässigen. Bei Marken wie AldiTalk oder PennyMobile steht euch eine Kundenbetreuung in der Regel nur via Internet oder Telefon zur Verfügung. Bei den großen Anbietern könnt ihr dagegen auch einmal im T-Punkt oder Vodafone- beziehungsweise O2-Shop vorbeischauen und euch persönlich beraten lassen.

Des Weiteren telefoniert ihr bei Drittanbietern zwar im gleichen Netz, euch stehen jedoch mitunter nicht alle Funktionen von diesem zur Verfügung. WiFi Calling wird zum Beispiel bislang noch kaum von einem Mobilfunk-Discounter unterstützt, gleiches gilt für das Thema "Multi-SIM".

Sparpotential ausschöpfen: Partnerverträge und Vergünstigungen

Mit dem richtigen Handytarif könnt ihr bares Geld sparen. Viele Mobilfunkanbieter bieten Rabatte auf Kinotickets, Apps oder die Nutzung von Streaming-Diensten. Auch wenn der Partner ebenfalls beim selben Anbieter ist oder ihr auch einen DSL-Vertrag mit eurem Provider habt, könnt ihr in der Regel sparen. Informiert euch über entsprechende Konditionen auf der Homepage der Anbieter.

Versteckte Kostenfallen: Datenautomatik und Roaming

Wo es Sparpotential gibt, lauern in der Regel auch versteckte Kostenfallen. Bei Handytarifen sind das die Datenautomatik und Roaming-Gebühren. Es empfiehlt sich beim Abschluss einen Handytarif ohne Datenautomatik zu wählen oder diese umgehend nach Vertragsabschluss zu deaktivieren.

Datenautomatik deaktivieren
Datenautomatik deaktivieren Artikel Fragen und Antworten zum Tarifbaustein Ist die Datenautomatik eine Kostenfalle? Netzwelt gibt eine Übersicht zu den wichtigsten Fragen und Antworten zum umstrittenen Tarifbaustein. Und wir erklären, wie ihr die automatische Hinzubuchung von Datenvolumen wieder deaktiviert. So geht’s

Roaming-Gebühren sind in der EU zwar kein Thema mehr, wer aber viel durch die Welt reist, wird es zu schätzen wissen, wenn der Provider entsprechende Tarife für das Telefonieren und mobile Surfen in der Türkei, den USA oder Russland anbietet.

Mobilfunktarife im Vergleich

Mit unserem Tool könnt ihr aktuell in Deutschland angebotene Mobilfunktarife vergleichen. Gelistet werden dabei sowohl Angebote von Providern als auch von Discountern. So könnt ihr auf einen Blick die Konditionen vergleichen. Mit einem Klick auf "Zum Shop" gelangt ihr direkt zum Angebot. Die Symbole über den Button symbolisieren gegebenenfalls im Vertrag enthaltene Boni. Lasst den Mauszeiger über dem jeweiligen Symbol ein paar Sekunden ruhen und ein Pop-Up informiert euch über die Art der Boni.


Wer nicht nur einen neuen Mobilfunktarif benötigt, sonderna uch ein neues Smartphone, sollte über den Kauf eines Smartphones mit Handyvertrag nachdenken.

Das könnte dich auch interessieren

Smartphone-Deals: Aktuelle Angebote im Überblick

11 Einträge

Diese Handys gibt es derzeit im Angebot

Jetzt ansehen
zur
Startseite

zur
Startseite