Moto X Force im Test: 700-Euro-Smartphone mit bruchsicherem Display

Shattershield-Bildschirm auf die Probe gestellt

Teaser Moto X Force

Das Moto X Force ist mit einem Preis von knapp 700 Euro nicht gerade günstig. Dafür verspricht Hersteller Motorola Nutzern jedoch ein unkaputtbares Display. Dank einer Shattershield genannten Technik soll der Screen des Moto X Force bei Stürzen weder splittern noch brechen. Netzwelt macht den Test.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist ein Shattershield-Display?
  2. Nachteile: Kein Rundumschutz, geringe Strahlkraft
  3. Was hat das Moto X Force sonst so zu bieten?
  4. Preis und Verfügbarkeit
  5. Fazit
  6. Datenblatt
  7. Benchmarks

 - Für das Motorola Moto X Force ist eine neue Betriebssystemversion verfügbar

Lenovo hat mit der Verteilung des Android 7.0-Updates für das Moto G4 in Indien begonnen. Im Februar soll die Aktualisierung dann auch in Deutschland verfügbar sein. Welche Neuerungen bringt sie mit? Netzwelt verrät es euch.

Der Bildschirm ist die Achillesferse eines jeden Smartphones - zumindest wenn es aus der Hand auf dem Boden fällt. Das will Motorola mit dem Moto X Force ändern. Das 700-Euro-Handy ist das erste Smartphone in Deutschland mit dem sogenannten Shattershield-Display. Die Technik soll dem Nutzer vor Sprüngen, Rissen und Splittern im Bildschirm bewahren.

Was ist ein Shattershield-Display?

Was verbirgt sich hinter der Shattershield-Technik? Was nach Hightech klingt, ist im Prinzip recht simple. Motorola schützt den Bildschirm durch ein System aus mehreren Schichten. Wo andere Smartphone-Bildschirme mit zwei bis drei Schichten auskommen, besitzt der Shattershield-Screen insgesamt fünf Schichten.

Das Display wird von Schutzfolie und Glas eingehüllt, darunter befindet sich eine Dual-Touchschicht. Sie sorgt dafür, dass der Bildschirm auf Fingereingaben reagiert. Üblicherweise besitzen Smartphones nur eine solche Schicht, das Moto X Force weißt zwei auf. Wird ein Layer beschädigt, übernimmt der andere die Verarbeitung von Fingereingaben. Die Displayeinheit selbst ist flexible und soll so Stöße abdämpfen können. Zu guter letzt sorgt ein Aluminiumrahmen für eine Grundfestigkeit. Motorola ist von diesem System so überzeugt, dass der Hersteller euch vier Jahre Garantie auf den Bildschirm gewährt.

Motorola Moto X Force im Test

Im Test trotzte das Moto X Force tatsächlich den Widrigkeiten des Alltags. Egal, ob es auf den Teppich in der Redaktion oder auf Stein knallte, der Bildschirm trug nicht einmal einen Kratzer davon. Beeindruckend.

Nachteile: Kein Rundumschutz, geringe Strahlkraft

Bitte bedenkt jedoch, bruchsicher ist nur der Bildschirm des Smartphones. Das Innenleben besitzt keinen speziellen Stoßschutz und kann bei Stürzen Schaden nehmen. Ihr solltet also auch beim Moto X Force unnötige Stürze vermeiden. Schließlich nutzt euch ein unversehrtes Display auch nichts, wenn die Hauptplatine defekt ist. Die Garantie gilt übrigens auch nur für den Bildschirm.

Die Robustheit hat zudem ihren Preis. Der Bildschirm des Moto X Force ist etwas blasser, als der der Schwestermodelle Moto X Play und Moto X Style. Selbst wenn ihr den Helligkeitsregler bis zum Anschlag zieht, wirkt es so als liege ein Schleier über den Screen. Im Alltag beeinträchtigt dies die Nutzung des Moto X Force zwar nicht, wer jedoch auf leuchtende Farben steht, ist beim Motorola-Smartphone an der falschen Adresse.

Was hat das Moto X Force sonst so zu bieten?

Optisch wirkt das Moto X Force wie ein kleinerer Bruder des 5,7-Zoll-Phablets Moto X Style. Wobei "klein" bei einer Bilddiagonale von 5,4 Zoll sicherlich der falsche Begriff ist. Wie das Moto X Style bietet das Motorola-Smartphone in der Standardausführung ein Soft-Grip-Cover mit griffigem Rautenmuster. Dieses fühlt sich ein wenig wie ein Stoffrücken an. Das Äußere des Moto X Force lässt sich über das Online-Tool MotoMaker aber ganz nach dem Geschmack des Nutzers gestalten. Gegen Aufpreis ist das Moto X Force so auch mit Leder- oder Nylon-Cover erhältlich.

Motorola Moto X Force im Unboxing

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Auch technisch sind Moto X Force und Moto X Style nahezu identisch. Beide Smartphone-Displays lösen in QHD auf (2.560 x 1.440 Pixel) und besitzen eine 21-Megapixel-Hauptkamera sowie eine 5-Megapixel-Frontkamera. Diese machen durchaus brauchbare Schnappschüsse, an die Qualität eines LG G4 oder Galaxy S6 reichen die Aufnahmen in Sachen Schärfe, Dynamik und Co jedoch bei weiten nicht heran. Die vorinstallierte Kamera-App bietet zudem nur minimale Einstellmöglichkeiten und der Auto-Fokus arbeitet sehr langsam.

Der Arbeitsspeicher misst bei beiden Smartphones drei Gigabyte, der Gerätespeicher fällt mit 32 Gigabyte beim X Force aber größer aus. Wer noch mehr Platz braucht, entscheidet sich für das Modell mit 64-Gigabyte-Gerätespeicher oder legt wahlweise eine Speicherkarte in das Smartphone ein.

Die besten Micro-SD-Karten für das Moto X Force
Die besten Micro-SD-Karten für das Moto X Force Bestenliste (Micro)-SD-Karten existieren in verschiedenen UHS-Klassen, Adapterversionen, Formfaktoren und Speicherkapazitäten. Für welche Speicherkarte ihr euch beim Kauf entscheiden solltet, klären wir in der Bestenliste. Jetzt anschauen

Größter Unterschied ist der Prozessor: Kommt im Moto X Style der Hexa-Core-Snapdragon 808 zum Einsatz, wird das Moto X Force vom leistungsstärkeren Octa-Core-Chip Snapdragon 810 befeuert. Er bietet ordentlich Rechenpower, besitzt jedoch ein fehlerhaftes Hitzemanagement. Wie bei anderen Snapdragon 810-Smartphones müssen Nutzer damit leben, dass die Rechenleistung bei längerer Nutzung einbricht, um ein Überhitzen des Smartphones zu verhindern.

Motorola Moto X Force: Kamera-Samples

4 Bilder
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Für Energie sorgt ein nicht wechselbarer 3.760-Milliamperstunden-Akku. Er schlug sich im Test wacker - zwei Tage Smartphone-Nutzung ohne zu Laden sind mit dem Moto X Force möglich. Dank dem Turbo-Ladegerät ist die Batterie zudem in weniger als 100 Minuten wieder voll.

Als Betriebssystem fungiert ab Werk Android 5.1 Lollipop - in purer Form. Ein Update auf Android 6.0 Marshmallow dürfte daher zeitnah folgen. Wir informieren euch natürlich dazu in unserem Android-Update-Fahrplan. Worauf ihr im Vergleich zu anderen Top-Smartphones verzichten müsst, sind Features wie Fingerabdruckscanner oder USB Type C-Anschluss.

Preis und Verfügbarkeit

Das Moto X Force ist ab sofort für rund 700 Euro erhältlich. Telekom, O2 und Vodafone führen das Motorola-Smartphone aktuell noch nicht (Stand: 15. Januar).

Motorola Moto X Force: Fazit

Robust und ausdauernd 7.8/10

Das Moto X Force bietet ein robustes Display, leider ist das Smartphone insgesamt aber nicht stoßfest. Ein Outdoor-Smartphone ist das Moto X Force also nicht. Abseits des bruchsicheren Screens kann das Motorola-Handy noch mit seinem ausdauernden Akku und seiner Sprachqualität glänzen. In Sachen Kamera und anderen Punkten ist das Moto X Force aber nur Mittelmaß.

Das hat uns gefallen

  • bruchsicheres Display
  • gute Sprachqualität
  • lange Akkulaufzeit

Das hat uns nicht gefallen

  • mittelmäßige Kamera
  • Display vergleichsweise dunkel
  • Gerät nicht stoßfest
  • kein Fingerabdruckscanner
Testnote 7,8 von 10
Jan Kluczniok
Bewertet von Jan Kluczniok
8,0 / 10
Design und Verarbeitung

Design und Verarbeitung Designsprache, Farbauswahl, gewählte Materialien, Haptik und der so genannte Look & Feel des Geräts werden unter diesem Punkt bewertet.

8,0 / 10
Ausstattung und Bedienung

Ausstattung und Bedienung Display, Prozessor, Gerätespeicher, Betriebssystem und Nutzeroberfläche werden unter diesem Punkt bewertet.

9,0 / 10
Sprachqualität

Sprachqualität Wie klingen die Gesprächspartner? Gibt es Aussetzer in der Verbindung? Dies wird unter diesem Punkt bewertet.

8,0 / 10
Akkulaufzeit

Akkulaufzeit Lauf- und Ladezeiten des Akkus sowie die Bauweise (fest oder wechselbar) werden unter diesem Punkt bewertet

6,0 / 10
Multimedia

Multimedia Kamera, Lautsprecher sowie weitere Multimedia-Funktionen (zum Beispiel Infrarotsender) werden unter diesem Punkt bewertet.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde netzwelt für vier Wochen von Motorola leihweise zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

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8
Leserwertung

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Bestenlisten

Motorola Moto X Force wurde in folgende Smartphone-Bestenlisten einsortiert.

Smartphone
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Motorola Moto X Force - Specs: Die technischen Daten im Überblick

Die nachfolgende Tabelle zeigt euch die wichtigsten technischen Daten des Motorola Moto X Force im Überblick. Eine detaillierte Auflistung findet ihr im technischen Datenblatt, um das Motorola Moto X Force mit anderen Smartphones zu vergleichen besucht unseren Handy-Vergleich.

Prozessor Qualcomm MSM8994
Display AMOLED Color (16M) 1440x2560px (5.4") 544ppi
RAM 3 GB
Gerätespeicher 32 GB
Akku 3.760 Milliamperestunden
Hauptkamera 21 Megapixel
Alle Details anzeigen
Motorola Moto X Force Benchmarks

In der nachstehenden Tabelle findet ihr die Futuremark-Benchmarks, die wir zum Motorola Moto X Force in unserem System erfasst haben. Der Gesamtwert steht in der rechten Spalte, Details zu den einzelnen Tests bekommt ihr, wenn ihr die Maus über das Infozeichen bewegt.

Futuremark-Benchmark Ergebnis
Ice Storm MAXED OUT!

Futuremark Ice Storm

Physik (Gesamt):
MAXED OUT!
Physik Test I:
33 FPS
Physik Test II:
-
Physik Test III:
-
Grafik (Gesamt):
MAXED OUT!
Grafik Test I:
58 FPS
Grafik Test II:
59 FPS
Ice Storm Extreme MAXED OUT!

Futuremark Ice Storm Extreme

Physik (Gesamt):
MAXED OUT!
Physik Test I:
30 FPS
Physik Test II:
-
Physik Test III:
-
Grafik (Gesamt):
MAXED OUT!
Grafik Test I:
59 FPS
Grafik Test II:
56 FPS
Ice Storm Unlimited 25964

Futuremark Ice Storm Unlimited

Physik (Gesamt):
12361
Physik Test I:
39 FPS
Physik Test II:
-
Physik Test III:
-
Grafik (Gesamt):
37775
Grafik Test I:
199 FPS
Grafik Test II:
140 FPS
Sling Shot using ES 3.0 2398

Futuremark Sling Shot using ES 3.0

Physik (Gesamt):
1303
Physik Test I:
26 FPS
Physik Test II:
14 FPS
Physik Test III:
6 FPS
Grafik (Gesamt):
3159
Grafik Test I:
16 FPS
Grafik Test II:
12 FPS
Sling Shot using ES 3.1 1798

Futuremark Sling Shot using ES 3.1

Physik (Gesamt):
1391
Physik Test I:
27 FPS
Physik Test II:
15 FPS
Physik Test III:
7 FPS
Grafik (Gesamt):
2028
Grafik Test I:
10 FPS
Grafik Test II:
7 FPS
Sling Shot using ES 3.0 Unlimited 2125

Futuremark Sling Shot using ES 3.0 Unlimited

Physik (Gesamt):
996
Physik Test I:
20 FPS
Physik Test II:
9 FPS
Physik Test III:
5 FPS
Grafik (Gesamt):
3266
Grafik Test I:
17 FPS
Grafik Test II:
11 FPS
Sling Shot using ES 3.1 Unlimited 1748

Futuremark Sling Shot using ES 3.1 Unlimited

Physik (Gesamt):
986
Physik Test I:
20 FPS
Physik Test II:
9 FPS
Physik Test III:
5 FPS
Grafik (Gesamt):
2291
Grafik Test I:
11 FPS
Grafik Test II:
8 FPS

Die Akkulaufzeit des Motorola Moto X Force beträgt beim Futuremark-Test (PCMark for Android Work) 8h 7min. Zusätzlich wurde im Benchmark-Test das Web-Browsing mit 4818, das Abspielen von Videos mit 4043 und das Bearbeiten von Bildern mit 6609 Punkten bewertet.

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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Testbericht, Motorola, Smartphone, Hersteller-Verzeichnis und Motorola Moto X Force.

Das Motorola Moto X Force wurde ursprünglich mit Android 5.1.1 "Android Lollipop" ausgeliefert. Mittlerweile ist für das Motorola Moto X Force die Version 7.0.0 "Android Nougat" verfügbar.

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