N26 im Test: So innovativ ist das kostenlose Girokonto

Konditionen analysiert

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von Jan Brack
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N26 im Test

Als besonders modern und mobil bewirbt die N26-Direktbank ihr Girokonto. Im Test stoßen wir tatsächlich auf innovative Features, doch rechtfertigen diese eine Kontoeröffnung oder seid ihr bei anderen Direktbanken besser aufgehoben? Ein Test.

Inhaltsverzeichnis

  1. Girokonto
  2. MasterCard Debit
  3. Transparenz
  4. Fazit & Alternativen

Von Beginn an spezialisiere sich die N26 auf das Bankgeschäft per Smartphone, sodass auch das heutige N26-Girokonto eng mit der zugehörigen mobilen App verknüpft ist. Diese Einbindung ermöglicht spannende Funktionen, ersetzt aber weder MasterCard, noch SEPA-Überweisungen, sodass wir das kostenlose N26-Girokonto wie das Girokonto jeder anderen Direktbank testen werden.

Girokonto

Ohne Grundgebühr gelingt die grundlegende Kontoführung bei der N26, unabhängig von regelmäßigen Geldeingängen oder einem Mindestkontostand. Verknüpft mit diesem Konto ist ein Dispositionskredit, der bei der N26 derzeit durchschnittliche 8,9 Prozent Zinsen pro Jahr (p.a.) kostet. Dank enger erwähnter Bindung ans Smartphone erhaltet ihr auf Wunsch Push-Benachrichtigungen für jede Kontobewegung oder im Falle der Inanspruchnahme des Dispo-Kredits. Unerwünschte Transaktionen sind so schnell aufgespürt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Direktbanken sind Einzahlungen auf das Girokonto via CASH26 über ausgewählte Partner (Rewe, Penny, real, Budni und mehr) mit einem Limit von 100 Euro monatlich kostenlos möglich, danach kosten diese 1,5 Prozent der Transaktion. Abhebungen mit der App bei Partnern sind allgemein kostenlos. Um zum Beispiel bei Rewe eine Abhebung zu machen müsst ihr in euer N26-App eine neue CASH26-Transaktion erstellen, eure Überweisungs-PIN eingeben und die Push-Nachricht bestätigen. Nun muss der Mitarbeiter an der Rewe-Kasse nur noch den erstellten Barcode scannen und schon könnt ihr das Geld einzahlen oder abheben.

Geld abheben könnt ihr am Automaten mit eurer optionalen Maestro-Karte fünfmal kostenlos im Monat. Diese Regelung gilt allerdings nur, wenn ihr nicht älter als 26 seid, Gehalt, Rente, Bafög oder Sozialleistungen erhaltet oder Geldeingänge von mindestens 1.000 Euro für mindestens zwei aufeinander folgende Monate vorweisen könnt. Ansonsten stehen euch nur drei kostenlose Abhebungen zur Verfügung. Wer häufiger Geld abhebt, zahlt pro Abhebung zwei Euro Gebühren. Wird diese Abhebung in einer Fremdwährung gemacht, kostet diese 1,7 Prozent des Betrages plus zwei Euro.

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Während selbstverständlich reguläre Überweisungen per N26-App ausführbar sind, integriert die Bank darüber hinaus den internationalen Überweisungsservice TransferWise in das eigene Angebot. Dieser fungiert bei Auslandsüberweisungen als Zwischenhändler und ermöglicht günstigere und schnellere Transaktionen ins Ausland, verglichen mit regulären Banktransfers. Die TransferWise-Integration in das N26-Konto ist sicherlich praktisch. Inhaber eines Kontos bei jeder anderen Bank können den Dienst jedoch ebenso über seine eigene Webseite nutzen. Eine weitere Besonderheit des N26-Kontos ist, dass ihr damit auch in Deutschland Google Pay nutzen könnt.

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Alle Einstellungen lassen sich vor allem über die N26-App und die Web-Oberfläche im Browser vornehmen. Zu diesen zählen unter anderem die Kartensperrung, die Änderung der Karten-PIN oder Limit-Anpassungen des Kontos. Außerdem funktioniert 3D Secure direkt aus der App heraus. Dieses Sicherheitsverfahren macht es möglich, dass ihr Online-Einkäufe per Bestätigung auf dem Smartphone abschließen könnt. Hierfür habt ihr fünf Minuten Zeit. Auf eine Passwort-Eingabe wird hierbei verzichtet.

MasterCard Debit

Fester Bestandteil jedes N26-Kontos ist eine Grundgebühr-freie MasterCard. Hierbei handelt es sich um eine Debitkarte. Im Gegensatz zu klassischen Kreditkarten, sogenannten Charge-Karten, wird eurer Konto hier in Echtzeit mit Umsätzen belastet. Wer sich daran nicht stört, findet einige Vorteile in der N26-MasterCard.

Größter Vorteil der N26-Mastercard: Für bargeldlose Transaktionen fällt weltweit kein Auslandsentgelt an. Komplizierter präsentiert sich die Situation in Bezug auf Bargeldabhebungen. Innerhalb Deutschlands sind diese wie bereits erwähnt auf drei kostenlose Abhebungen monatlich im Falle der Kontoführung ohne regelmäßigen Geldeingang beschränkt. Wer regelmäßig Geld auf dem N26-Konto empfängt, hebt fünfmal pro Monat kostenlos Bargeld im Inland ab, unabhängig von Automaten. Weitere Transaktionen kosten zwei Euro.

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In den Euro-Ländern ausgenommen Deutschland hebt ihr unbegrenzt häufig kostenlos Bargeld ab. Für Abhebungen in Fremdwährungen fällt eine Gebühr in Höhe von 1,7 Prozent des Betrages an. Wer diese umgehen möchte, bucht das N26 Black-Konto für 70,80 Euro jährlich. Enthalten ist in diesem Fall eine Auslandsreisekrankenversicherung, sowie eine Diebstahl- und Betrugsversicherung für bestimmte Einkäufe. Wer die Versicherungen benötigt, findet im N26 Black-Konto ein faires Angebot. Nur für kostenlose Bargeldverfügungen fällt die Gebühr jedoch zu hoch aus.

Eine reguläre Girocard ist im N26-Konto standardmäßig nicht enthalten. Das unterstreicht den modernen Charakter der Bank, im deutschen Einzelhandel kann man ohne Girocard aber auch im Jahr 2018 häufig nicht bargeldlos bezahlen. Auf Wunsch lässt sich eine Maestro-Karte kostenlos beantragen. Diese wird in Deutschland zwar eher akzeptiert als die MasterCard - eine echte Alternative zur Girocard ist es jedoch auch nicht.

Transparenz

Die transparente Informationspolitik der N26 kann uns insgesamt sehr überzeugen. Lediglich der Umstand, dass es sich bei der Mastercard um eine Debitkarte handelt, ist erst auf dem zweiten Blick ersichtlich. Dank moderner App macht uns die Nutzung der N26-Bank Spaß, wichtiger sind letztendlich jedoch die Konditionen des Girokontos.

N26: Fazit

Starkes Angebot 8.6/10

Die weltweit Entgelt-freie Bezahlung mit der N26-MasterCard zeichnet das N26-Girokonto aus. Ebenfalls überzeugen uns die stets kostenlose Kontoführung und die, wenn auch in ihrer Anzahl beschränkten, kostenlosen Bargeldverfügungen. In Einzelfällen könnte die fehlende Girocard zu Problemen führen. Wer regelmäßige Geldeingänge zu Verbuchen hat, findet im konkurrierenden DKB-Konto ein noch leistungsstärkeres Angebot.

Das hat uns gefallen

  • Kein Auslandsentgelt
  • Kostenloses Bargeld (begrenzt)

Das hat uns nicht gefallen

  • Keine echte Kreditkarte
  • Gebühren für Bargeldbezug in Fremdwährung
Testnote 8,6 von 10
Jan Brack
Bewertet von Jan Brack
9,0 / 10
Kontoführung

Kontoführung Im Rahmen der Kontoführung wird bewertet, wie fair die Konditionen von Giro- oder Tagesgeldkonten ausfallen.

8,0 / 10
Kredit- und Debitkarten

Kredit- und Debitkarten In Bezug auf Kredit- und Debitkarten achten wir insbesondere auf wiederkehrende Gebühren, Kosten für Auslandseinsätze und Bargeldabhebungen.

9,0 / 10
Transparenz

Transparenz Im Rahmen der Transparenz ist uns eine faire Informationspolitik der Bank wichtig, auch gegenüber unerfahrenen Kunden.

Informationen zum Leihgerät

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

8
Leserwertung

Hier könnt ihr das Produkt N26 selbst bewerten.

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Bestenlisten

N26 wurde in folgende Direktbank-Bestenlisten einsortiert.

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