Snapchat: In-App-Bezahldienst Snapcash wird eingestellt

Nutzung vor allem für Nacktfotos

von Markus Kasanmascheff
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Snapchat hat seinen in den USA verfügbaren Bezahldienst Snapcash eingestellt. Die Hoffnung, Snapcash könnte auch bald in Deutschland an den Start gehen, erübrigt sich damit. Grund für das Aus scheint Snapchats Angst vor einem PR-Debakel zu sein.

Snapchat stellt seinen Mikro-Bezahldienst Snapcash ein.
Snapchat stellt seinen Mikro-Bezahldienst Snapcash ein. (Quelle: netzwelt)

Snapchat hatte Snapcash vor rund vier Jahren in den USA zusammen mit Square als sogenannten Mikro-Bezahldienst eingeführt. Über Snapchat konnten Nutzer sich untereinander schnell ein paar US-Dollar auf unkomplizierte Weise senden, etwa um eine zusammen bezahlte Restaurant-Rechnung zu begleichen.

Snapchat zum Download Download  | 2.344 Downloads | 14.05.2018 Mit Snapchat unterhaltet ihr euch auf eine etwas andere Art und Weise: Anstatt mit Textnachrichten oder Sprache wird hier in Bildern gesprochen. Zum Download
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Mehr als ein Dollar-Symbol, gefolgt von Nutzername und dem gewünschten Betrag musste man für eine Snapcash-Überweisung nicht eingeben. Dann wurde das Geld sofort an den Snapchat-Kontakt über den Bezahldienst Square Cash übertragen.

Vor allem für Nacktfotos benutzt

Anders als von Snapchat gedacht, hatte sich Snapcash in den letzten Jahren vor allem zum Bezahlen von Nacktfotos und anderen erotischen Inhalten im Internet etabliert. Vor allem auf Twitter und Facebook blühte das Geschäft von Snapcash-Kleinbeträgen gegen erotische Fotos.

Der US-Technikblog Techcrunch vermutet deshalb, dass Snapchat das Projekt als gescheitert ansah und durch das Einstellen von Snapcash ein PR-Debakel verhindern wollte. Angesichts der großen Konkurrenz an Online-Bezahldiensten hatte Snapchat wohl keine Chance mehr gesehen, Snapcash zu einer breit genutzten Bezahlfunktion auszubauen.

Auch Konkurrent WhatsApp bietet seit Kurzem einen Bezahldienst an, der sich bislang aber noch in der Beta-Phase befindet. Anders als Snapchat ist WhatsApp aber deutlich breiter aufgestellt, mit deutlich mehr Nutzern über alle Altersgruppen hinweg.

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Alles über das Bezahlen im Internet Thema Lastschrift, Kreditkarte, PayPal, Skrill, Click and Buy: Wer im Internet einkauft, hat in vielen Online-Shops zahlreiche Möglichkeiten, die bestellte Ware zu bezahlen. Mehr erfahren

In Deutschland ist zum Online-Bezahlen vor allem PayPal beliebt. Mit der leicht über das Smartphone nutzbaren PayPal-App lassen sich in sekundenschnelle ebenfalls Beträge an Kontakte schicken. Dies ist unter bestimmten Voraussetzungen über PayPal sogar kostenlos möglich.

Was es in Deutschland beim Bezahlen und Überweisen von Geld mit dem Handy zu beachten gilt, haben wir für euch in einem gesonderten Artikel zusammengefasst.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Facebook, Twitter, Bezahlen Im Internet, WhatsApp, Snapchat, Apple Pay und Garmin Pay versehen.

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